Recherchieren und Studieren mit CODA

(Experten-)Suche, Suchoperatoren, Filter, Suchen speichern

In CODA kann auf unterschiedliche Art und Weise nach Datensätzen gesucht werden. Für einen schnellen Sucheinstieg eignet sich die Volltextsuche oder das Verwenden von Filter-Optionen über das Filtermenü. Auch Filtern nach Hauptobjekttypen und Pools und nach Tags ist möglich. Feinere Suchabfragen sind über die “Expertensuche” möglich. Die verschiedenen Suchoptionen können sowohl in der Rechercheansicht zum Durchsuchen der Objektdaten, als auch im Listenmenü für spezifische Listen verwendet werden.

Volltextsuche und Suchoperatoren

Mit der Volltextsuche werden (fast) alle Felder eines Datensatzes durchsucht. Bei einer Suche nach Bronze werden also alle Datensätze angezeigt, in denen dieser Begriff vorkommt, egal, ob im Material-Feld oder als “Bronzezeit” bei der Datierung.

Ansicht des Suchschlitzes in der Rechercheansicht, mit hervorgehobener Expertensuche

Die Volltextsuche ist über den großen Suchschlitz in der Rechercheansicht zugänglich. In der Volltextsuche können auch mehrere Suchbegriffe auf einmal eingegeben werden, wobei diese standardmäßig im Sinne einer UND-Suche miteinander verknüpft werden (siehe Abschnitt Suchoperatoren). Die Suche ist grundsätzlich case insensitive, d.h. eine Suche nach Bronze oder bronze führt zum gleichen Ergebnis.

Nach Hauptobjekttypen und Pools filtern

Ansicht der Filteroptionen für Hauptobjekttypen und Pools
Ansicht der Filteroptionen für Hauptobjekttypen und Pools

Wenn du beispielsweise nur Digitalisate in der Suche sehen möchtest, kannst du per Klick auf den Button “Ressourcen  ” neben dem Suchschlitz nach Hauptobjekttypen filtern. Je nachdem, auf welche Pools du Zugriff hast, kannst du auch entsprechende Pools zum Filtern auswählen. Wenn du hier die Filteroptionen auswählst, kannst du dabei mit Strg + Mausklick mehrere Hauptobjekttypen oder Pools auf einmal an- und abwählen.

Trunkierungen und Platzhalter

Wenn man in der Suche einen Suchbegriff eintippt, muss das nicht immer ein vollständiges Wort sein. Es können auch Wortteile gesucht werden.

Standardmäßig werden alle Eingaben in der Volltextsuche mit einer beidseitigen Trunkierung gesucht, die am Wortanfang und -ende jeweils über einen Asterisk * als Platzhalter (Wildcard) gekennzeichnet wird. Wenn du in der Suchleiste zum Beispiel “test” eintippst und die Suche startest, dann wird der Suchbegriff zu “*test*” ergänzt, um dies deutlich zu machen. Dies bedeutet, dass bei Suchtreffen beliebig viele Buchstaben an die Enden des Suchbegriffs anschließen können. Der Asterisk kann auch nur am Anfang (Linkstrunkierung) oder am Ende (Rechtstrunkierung) platziert werden. Dies bedeutet, dass anstelle des Asteriks beliebig viele Buchstaben stehen können, aber kein anderer Buchstabe oder keine andere Ziffer am anderen Ende des Wortes stehen darf. Sonderzeichen sind hingegen erlaubt, Leerzeichen sowie Trennzeichen wie Bindestriche “-” oder Kommata “,” sind ebenfalls möglich. Sollen nur Datensätze angezeigt werden, in denen die Zeichenkette genau so auftaucht (ohne anschließende oder darauffolgende Zeichen), so kann sie zwischen Anführungszeichen " " gesetzt werden.

Suchbegriff Schiff Schiff* *Schiff *Schiff* “Schiff”
Schiffskapitän
Donau-Schifffahrt
Das Schiff fährt im Hafen ein.
Dampfschiff

Suchoperatoren

Mit Suchoperatoren können mehrere Begriffe in der Volltextsuche in einer bestimmten Relation miteinander verknüpft werden. Zur Verwendung muss das entsprechende Kürzel des Operators in die Suchzeile eingegeben werden.

Kürzel Operator Erklärung Beispiel
+ (Plus) UND Sowohl Begriff A als auch Begriff sind in den Ergebnissen enthalten Jeans + Leder: Im Datensatz soll sowohl der Begriff Jeans als auch der Begriff Leder enthalten sein
, (Komma) ODER Entweder Begriff A oder Begriff B sind in den Ergebnissen enthalten Katze , Hund: Im Datensatz soll entweder der Begriff Katze oder der Begriff Hund auftauchen (oder beides)
- (Minus) NICHT Der entsprechende Begriff soll nicht im Datensatz enthalten sein Franken - Bayern: Im Datensatz soll der Begriff Franken auftauchen, aber nicht Bayern
() (Klammern) Zur Gruppierung von Begriffen Eier + (Tomate , Zucchini): Der Datensatz soll den Begriff Eier enthalten sowie entweder den Begriff Tomate oder Zucchini

Filter-Optionen

Ausschnitt aus den Filter-Optionen, mit UND-verknüpften Materialien
Ausschnitt aus den Filter-Optionen, mit UND-verknüpften Materialien

Mit einem Klick auf den Button “   Filter” am linken Rand der Rechercheansicht öffnen sich die Filter-Optionen. Dort können Einträge aus vielen Feldern des Datenmodells ausgewählt werden, nach denen dann die Ergebnisse gefiltert werden. Es lassen sich mehrere Filter miteinander kombinieren. Die Filter können dabei im Sinne einer UND- sowie einer ODER-Suche (siehe Abschnitt “Suchoperatoren”) miteinander verknüpft werden. Ausgewählte Filter-Optionen werden als oberste angezeigt und zusätzlich farblich markiert.

Einige der Filter referenzieren Listen und enthalten teilweise hierarchische Elemente, etwa zu geographischen Angaben. Um untergeordnete Elemente angezeigt zu bekommen, muss zunächst der übergeordnete Begriff ausgewählt werden. So muss etwa bei der Materialliste “Textil” angeklickt werden, bevor dann der untergeordnete Eintrag “Stoff” erscheint. (Es handelt sich dabei um Listeneinträge. Zu Listen siehe Abschnitt “Listen”.)

Tags als Suchfilter

Ansicht der Tags im Filter der Rechercheansicht von CODA
Ansicht der Tags im Filter der Rechercheansicht von CODA

Du kannst einem Datensatz sogenannte Tags zuweisen. Durch solche Tags lassen sich Datensätze in der Recherche-Ansicht zusätzlich filtern. Sie erlauben dadurch präzisere Suchen. Wie du Hauptobjekttypen Tags hinzufügst, steht im Abschnitt Datensätze anlegen.

In der Recherche-Ansicht lassen sich die Datensätze dann über die Filter-Funktion nach Tags durchsuchen:

Dabei werden nur die Tags als Filteroption angezeigt, die tatsächlich auch in Datensätzen verwendet werden, auf welche man als Nutzer Zugriff hat.

Expertensuche

Ansicht der Expertensuche
Ansicht der Expertensuche

Während die Volltextsuche in fast allen Feldern eines Datensatzes sucht, lässt sich mit der Expertensuche gezielt in bestimmten Feldern suchen. Die Expertensuche kann mit einem Klick auf das Symbol mit den drei Reglern (  ) am rechten Ende der Suchleiste in der Rechercheansicht geöffnet werden.

In dem danach erscheinenden Fenster finden sich die Felder des Datenmodells, die nun mit Suchbegriffen befüllt werden können. Standardmäßig werden hier die Felder angezeigt, die in allen Objekttypen verwendet werden, der Button für das Drop-Down-Menü zeigt dann “Alle Objekttypen  ” (wie im Screenshot). Wenn du ein Feld durchsuchen möchtest, das nur in einem bestimmten Hauptobjekttyp vorhanden ist, dann kannst du aus diesem Drop-Down-Menü die Maske wählen, in der das Feld angezeigt wird, zum Beispiel “object__all_fields” für Objektdatensätze.

Für Freitextfelder kann dann einfach Text in die entsprechende Zeile eingetragen werden, während in Listenfeldern bestimmte Einträge aus der jeweiligen Liste ausgewählt werden können. Durch das Halten der Strg-Taste (Mac OS: Command-Taste) oder der Umschalt-Taste (Shift-Taste) können auch mehrere Listeneinträge gleichzeitig ausgewählt werden, die dann im Sinne einer ODER-Suche miteinander verknüpft werden.

Durch einen Klick auf “In die Suche übernehmen” werden die Suchanfragen übertragen und die Suche gestartet. Anschließend kannst du den Vorgang wiederholen und so weitere Suchbegriffe im Sinne einer UND-Suche hinzufügen. Du kannst dann auch in der Suchleiste Suchoperatoren ergänzen und so deine Suche nach Bedarf strukturieren. Wenn in der Rechercheansicht gerade mehrere Datentypen (etwa Objekte und Digitalisate) ausgewählt sind (siehe Nach Hauptobjekttypen und Pools filtern), dann werden sie auch alle nach den Suchbegriffen durchsucht.

Suche nach leeren und nicht-leeren Felder

Mit einem Klick auf das Symbol mit dem durchgestrichenen Kreis (  ) rechts neben einem Feldnamen kann auch nach Datensätzen gesucht werden, in denen das entsprechende Feld leer ist.

Wenn du nach nicht-leeren Feldern suchst, dann kannst du keine alleinstehende Platzhalter verwenden, sondern musst die Suche nach einem leeren Feld negieren.

Falls du also nach allen Einträgen in der Liste “Orte” suchen willst, bei denen sowohl eine GeoNames- als auch eine GND-Referenz vorhanden ist, dann benötigst du den Ausdruck: NICHT ( GeoNames-Referenz: Ohne ODER GND-Referenz: Ohne )

“GeoNames-Referenz: Ohne” und “GND-Referenz: Ohne” werden dabei jeweils über die Expertensuche hinzugefügt. Aufgrund der Probleme mit dem Klammeroperator (siehe Suchoperatoren) ist es Stand 07.11.2024 notwendig, zuerst die Begriffe aus der Expertensuche einzufügen und die Klammern als letztes hinzuzufügen.

Suchen speichern

Man kann die Ergebnisse einer Suche speichern, sodass man beim nächsten Mal nicht erneut alle Suchparameter händisch eingeben muss.

Der Optionen-Button rechts über den Suchergebnissen (  ) bietet die Möglichkeit “Suche speichern…” (allerdings nur, wenn man tatsächlich Suchparameter eingegeben hat). Er befindet sich unter den Buttons für die Expertensuche (  ) und den Suchstart.

Ansicht der Option “Suche speichern…” in der Rechercheansicht.

Es öffnet sich ein Fenster, in dem man einen Namen für die zu speichernde Suche eingeben kann. Anschließend taucht sie unter diesem Namen links im Schnellzugriff unter “Gespeicherte Suchen” auf. (Stand August 2024 ist es möglich, mehrere Suchen unter demselben Namen zu speichern, was natürlich nicht empfehlenswert ist.)

Per Rechtsklick lässt sich eine solche gespeicherte Suche umbenennen oder löschen. (Tatsächlich sind gespeicherte Suchen nichts anderes als Mappen).

Zuletzt geändert 13.08.2025